
Kerstin Erbe überreicht Cem Özdemir neuen dm-Nachhaltigkeitsbericht (D)
Stuttgart / Karlsruhe, 7. März 2024. Cem Özdemir, Bundesminister für Landwirtschaft und Bildung, nahm heute in Stuttgart den Offenen Brief für eine Kennzeichnungspflicht von Gentechnik der Unternehmensinitiative unter Führung des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) entgegen. dm-Geschäftsführerin Kerstin Erbe überreichte ihm zudem das erste Exemplar des heute erscheinenden Nachhaltigkeitsberichts von dm. Der Bericht zur Zukunftsfähigkeit 2023/24 fasst erstmals die nachhaltigen Aktivitäten aller 14 dm-Länder zusammen. „Millionen Menschen in Europa beziehen drogistische Produkte bei dm-drogerie markt, in Deutschland sind es bereits zwei Drittel aller Haushalte. Wir möchten Vorreiter darin sein, ökologisch und sozial zukunftsfähig zu handeln, indem wir schonend mit Ressourcen umgehen und die Einhaltung sozialer Arbeits- und Lebensbedingungen sicherstellen. Unser Bericht zeugt von steten, ambitionierten und manchmal mühevollen Schritten hin zu diesem Ziel“, sagt Kerstin Erbe. dm zielt auf Netto-Null-Emissionen bis 2045 Im Jahr 2023 bezog die dm-Teilgruppe Deutschland (inkl. Polen) 84 Prozent ihrer Energie aus regenerativen Quellen und steigerte den Anteil damit um zwei Prozent im Vergleich zu 2021. Die dm-Gruppe liegt bei einem Anteil der erneuerbaren Energien von 67 Prozent und konnte diesen somit um sechs Prozent steigern. Die meisten Treibhausgasemissionen entstehen in den vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten, wie der Herstellung der dm-Marken-Produkte. Deshalb identifiziert dm mit seinen Partnern Reduktionspotentiale und setzt konkrete Maßnahmen um. Bereits 2045 möchte dm Netto-Null-Emissionen erreichen. Mit einer vierstufigen Umweltstrategie – ökobilanzieren, vermeiden, reduzieren und Umweltwerte schaffen – sieht sich dm auf dem richtigen Weg. Verpackungen: mehr Rezyklat und CO2-Recycling Den Rezyklat-Anteil in den Verpackungen der dm-Marken-Produkte konnte dm von 33 Prozent (2021) auf heute 43 Prozent steigern. Damit künftig ausreichend Rezyklat verfügbar ist, erhöht dm die Recyclingfähigkeit der Produktverpackungen seiner eigenen Marken mit dem Ziel von 90 Prozent Recyclingfähigkeit in 2025. Als innovative Rohstoffquelle recycelt dm gemeinsam mit dem Projektpartner LanzaTech CO2. Mit Mengenausgleich* sind 30 Prozent des Kunststoffs der Denkmit-Spülmittel-Flaschen aus dem Bio-Ethanol gewonnen, das unter anderem bei der Stahlproduktion anfallendem CO2 entstammt. Lebenszyklus der dm-Märkte In seinen modernsten und nachhaltigsten dm-Märkten in Aidlingen und im badischen Neuried setzt dm auf innovative, rückbaubare Holzmodulkonzepte, wassergeleitete Klimasysteme und materialsparende Ladenmöbel. In Aidlingen, westlich von Stuttgart, feierte dm im August 2024 Eröffnung. Der dm-Markt in Neuried befindet sich in der Fertigstellung, bevor er am 10. April für die Kundinnen und Kunden öffnet. Ziel von dm ist es, die baulichen Besonderheiten und Material-Kreisläufe dieser beiden Märkte in Zusammenarbeit mit den Vermietern weiterer Märkte zu skalieren. Nachhaltigkeitskodex von den meisten dm-Herstellpartnern unterzeichnet Mit seinem Nachhaltigkeitskodex stellt dm gemeinsam mit seinen Herstellpartnern die nachhaltige Herkunft kritischer Rohstoffe sicher. Inzwischen haben sich 94 Prozent der Herstellpartner der dm-Marken-Produkte hinter dem Kodex versammelt. Um die Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes für und mit den Herstellpartnern zu erleichtern, Aufwände zu reduzieren und nachhaltige Produktwege zu sichern, haben das Softwareunternehmen Osapiens, dm und dmTECH teils KI-gestützte Lösungen entwickelt und sind hierfür vom EHI Retail Institute im Februar 2025 mit dem reta Award in der Kategorie Sustainability ausgezeichnet worden. Am Menschen ausgerichtet: vom Kakao-Hain in Sierra Leone bis in den dm-Markt In Sierra Leone beteiligt sich dm gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GiZ), Fairtrade sowie dem dm-Herstellpartner Maestrani an einem Projekt für besseren Lebensunterhalt und höhere Resilienz von rund 7.000 Kakaobäuerinnen und -bauern. Das Projekt unterstützt die Kakao-Kooperativen dabei, ihren Anbau umweltfreundlicher zu gestalten und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. dm bezieht aus diesem Leuchtturmprojekt den Kakao für seine dmBio-Schokolade Sierra Leone Feine Bitter sowie Feine Bitter mit Kokoschips. Für erschwingliche Bio-Lebensmittel und Wahlfreiheit vor dem Regal dmBio umfasst heute rund 650 Produkte und ist die am stärksten wachsende dm-Marke. Seit Anfang 2024 setzt sich dm in der vom Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) angeführten Unternehmensinitiative für eine Kennzeichnungspflicht von neuer Gentechnik ein. Nur wenn rückverfolgbar bleibt, dass Lebensmittel keine gentechnisch veränderten Rohstoffe enthalten, können die Kriterien für Bio-Lebensmittel eingehalten werden. Den Offenen Brief der Unternehmensinitiative, die unter anderem Alnatura und dm unterstützen, trägt Cem Özdemir in die Bundes- und Europapolitik. *Der Mengenausgleich ist das Ergebnis der Massenbilanzierung. Dabei werden die konventionell erzeugten Rohstoffmengen und die zertifizierten nachhaltig erzeugten Rohstoffmengen vor ihrer Vermischung genau gemessen und dokumentiert. Dies vereinfacht die Produktionsprozesse und stellt gleichzeitig sicher, dass – insgesamt betrachtet – die Angaben zu nachhaltigen Rohstoffen korrekt sind. Foto: Thomas Niedermüller